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Aktuelle Analyse: Creditreform Wirtschaftsindikator für das 2. Quartal 2008
Creditreform Wirtschaftsindikator, 2. Quartal 2008
Robuster Jahresauftakt - Unsicherheiten nehmen zu
Neuss, 08.05.2008
Die deutsche Wirtschaft ist robust in das Jahr 2008 gestartet. Zwar musste der Creditreform Wirtschaftsindikator im ersten Quartal 0,4 Zähler gegenüber dem Jahresende 2007 auf nun 11,3 Punkte abgeben. Allerdings sind die Fundamentaldaten der Unternehmen weiterhin gefestigt.
Die Fragezeichen hinter der künftigen konjunkturellen Entwicklung haben sich zuletzt verstärkt. Dementsprechend beurteilten die Unternehmen ihre Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate merklich zurückhaltender als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Dies spricht für eine geringere Frühjahrsbelebung als in den beiden Vorjahren.

Der Creditreform Wirtschaftsindikator setzt sich aus den vier Einzelkomponenten Geschäftsklima, Zahlungsverhalten, Bonität und Insolvenzanfälligkeit zusammen.
Gesamtwirtschaftliche Informationen

Die aktuelle Geschäftslage der Betriebe hat sich im ersten Quartal 2008 saisonbedingt abgekühlt. Der Lageindex notiert mit 18,9 Punkten aber über dem Vorjahreswert. Für die kommenden Monate herrscht weitgehend Optimismus vor.
Gute Konjunktur sorgt für stabile Unternehmen
Die Insolvenzanfälligkeit der deutschen Unternehmen ist im ersten Quartal 2008 erneut zurückgegangen. Der Creditreform Risiko Indikator (CRI), das zentrale Maß für das Insolvenzrisiko, erreicht einen Wert von 2,09 − nach 2,11 im Vorquartal. Damit weisen von 10.000 Unternehmen 209 Betriebe ein so genanntes Negativmerkmal, etwa einen massiven Zahlungsverzug oder einen Insolvenzantrag, auf.
In den zurückliegenden Monaten wurde eine bereits überfällige Rechnung von den Unternehmen nach durchschnittlich 12,90 Tagen beglichen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich solche Zahlungsverzögerungen damit um knapp zwei Tage verringert. Die durchschnittliche Bonität der Unternehmen blieb weitgehend unverändert.

Nach wie vor ist die aktuelle Konjunkturlage im Verarbeitenden Gewerbe am besten. Chemieindustrie sowie die Metall- und Elektrobranche wiesen im ersten Quartal 2008 trotz eines leichten Rückgangs die beste Branchenentwicklung auf. Ein kräftiges Plus erzielte der Branchenindikator der Konsumgüterbranche. Dagegen verlief die Konjunkturentwicklung in der Baubranche sowie im Logistik- und Verkehrssektor zu Jahresbeginn sehr schwach. Die entsprechenden Branchenindikatoren rutschten auf den niedrigsten Stand seit
einem Jahr.

Methodik
Zur Einschätzung der konjunkturellen Gesamtsituation berücksichtigt der Creditreform Wirtschaftsindikator zahlreiche Finanzinformationen sowie Daten zur Unternehmensstabilität aus der Creditreform Wirtschaftsdatenbank und verknüpft diese mit empirischen Ergebnissen aus regelmäßigen Unternehmensbefragungen. Indikatorwerte über Null zeigen ein wirtschaftliches Wachstum an, negative Werte entsprechen einer Stagnations- bzw. Rezessionsphase.
Der vollständige Quartalsbericht kann unter "Downloads" kostenlos als pdf heruntergeladen werden. Die nächste Ausgabe erscheint Mitte August 2008.
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